Eröffnung:
(Der Seelsorger (Priester, Diakon oder Kommunionhelfer) legt das eucharistische Brot auf den vorbereiteten Tisch.
Er beginnt den Wortgottesdienst)
S: Wir sind zusammengekommen im Namen des (+) des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Der Friede sei in diesem Haus, mit Ihnen und allen, die hier wohnen!
Schuldbekenntnis:
S: Christus hat gesagt, dass er das Brot des Lebens ist, das er uns immer schenken will. So erfahren wir in dieser Stunde
von neuem, dass Christus mit uns ist und uns stärkt.
Zeit der Stille und des Nachdenkens!
S: wir wollen uns für die Begegnung mit Gott bereiten und ihn und einander um Verzeihung bitten für das, was wir falsch gemacht haben....
A: Ich bekenne, Gott dem Allmächtigen,
und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe – ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken – durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld. Darum bitte ich die selige Jungfrau
Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserm Herrn!
S: Der gute und allmächtige Gott erbarme sich unser, er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben: A: Amen.
Lesung:
S: in einem Abschnitt aus dem Johannes-Evangelium (6. Kapitel) hören wir von Christus, der uns das Brot des Lebens verspricht:
„Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot ißt, wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. – Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, der
bleibt in mir und ich bleibe in ihm. – Wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit!“
Stille!
Fürbitten:
S: Wir beten vertrauensvoll zu unserem Vater im Himmel, der uns seinen Sohn gesandt hat:
- Stärke die Schwachen und Kranken mit dem Brot des Lebens!
- Laß uns alle einen neuen Sinn für unser Leben daraus spüren.
- Stärke in deiner Kirche den Glauben, dass du Tag um Tag bei uns bist.
- Schenke allen Menschen die Gabe des Friedens und der Liebe.
- Öffne unsere Herzen für die Not der Armen und Notleidenden.
S: Vater im Himmel: Du hast uns deinen Sohn gesandt, damit er uns das Brot für unser Leben schenke.
Dafür sei Dir Dank gesagt – heute und alle Tage unseres Lebens – bis in Ewigkeit: A: Amen.
Kommunion:
S: So beten wir zu Gott, zu dem wir Vater sagen dürfen, weil er uns liebt:
A: Vater unser,.... Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit: Amen.
Nun wird die Heilige Kommunion gezeigt
S: Seht das Lamm Gottes, das hinweg nimmt die Sünden der Welt:
A: Herr, ich bin nicht würdig, dass du eingehst unter mein Dach,
aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund!
S: So spricht der Herr: Wer mein Fleisch ißt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm! – Wer dieses Brot ißt, wird leben in Ewigkeit!
Das eucharistische Brot wird gereicht!
Danksagung:
persönliches Beten, Nachdenken oder ein gemeinsames Gebet
S: Gott, unser Vater: Du hast unseren
Hunger gestillt mit der Speise, die Du allein geben kannst. Laß uns von ihr leben und uns allzeit freuen an Deiner Gnade. So laß diese Freude fruchtbar werden in unserem Leben. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn: A: Amen.
Segensbitte:
S: Der Herr segne und behüte uns. Er lasse sein Angesicht über uns leuchten und sei uns gnädig. Er schaue auf uns
schenke uns seinen Frieden:
A: Im Namen (+) des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
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Seel-sorge für einen Kranken -
zu Hause oder in der Klinik
Die Feier der Krankenkommunion
Wortgottesdienst mit Krankensegen
Aufbau der Feier: Eröffnung, Lesung, Antwortpsalm, Fürbitten – Kyrierufe, Gebet des Herrn, Segensgebet, Mariengebet, Schlußsegen.
Der folgende Wortgottesdienst, der von einem Priester, Diakon oder Laien geleitet werden kann (S genannt), soll den jeweiligen Umständen angepaßt werden. Legt der Zustand des/der Kranken es nahe, wird man kürzen. Bei der Anpassung an die Situation sollen die Auswahlmöglichkeiten berücksichtigt werden, die Grundstruktur der Feier muß aber gewahrt bleiben. In jedem Fall wird man ein Schriftwort vortragen und ein Segensgebet sprechen.
Eröffnung
S: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
In den
Evangelien wird uns überliefert, wie Jesus, unser Herr, durch das Land zog, Gutes tat und viele heilte, die an Krankheiten litten. Er gab seinen Jüngern den Auftrag, sich der Kranken anzunehmen und sie zu heilen.
Deshalb ist der Herr
auch uns nahe. Er wendet sich uns zu. Er sagt uns sein Wort. Ihm empfehlen wir Sie in Ihrer Krankheit, damit er Ihnen Kraft und Zuversicht gibt, Ihr Leiden zu tragen und auf seine Hilfe zu bauen. Wir vertrauen darauf: Wenn wir mit Christus
im Leiden vereint sind, werden wir auch an seinem Trost teilhaben.
Lesung aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus:
In jener Zeit sprach Jesus: Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.
Beim Besuch eines kranken Kindes eignet sich besonders die folgende Lesung:
...nach Markus:
In jener Zeit brachte man Kinder zu Jesus, damit
er ihnen die Hände auflegte. Die Jünger aber wiesen die Leute schroff ab. Als Jesus das sah, wurde er unwillig und sagte zu ihnen: Laßt die Kinder zu mir kommen; hindert sie nicht daran! Denn Menschen wie ihnen gehört das Reich Gottes.
Amen, das sage ich euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen. Und er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie.
Stille!
Antwortpsalm: alle sprechen gemeinsam
Ps 27 (26) 1.7-9.14. Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor
wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen?
Vernimm o Herr, mein lautes Rufen; sei mir gnädig und erhöre mich! Mein Herz denkt an dein Wort: „Sucht mein Angesicht”. Dein Angesicht,
Herr, will ich suchen. Verbirg nicht dein Gesicht vor mir, weise deinen Knecht im Zorn nicht ab! Du wurdest meine Hilfe. Verstoß mich nicht, verlaß mich nicht, du Gott meines Heiles!
Hoffe auf den Herrn und sei stark! Hab festen Mut und hoffe auf den Herrn!
Fürbitten:
Aus den folgenden Rufen und bitten werden die der jeweiligen Situation am besten entsprechenden ausgewählt: man kann
auch andere passende hinzufügen.
V: Jesus Christus, unseren Herrn und Heriland , rufen wir vertrauensvoll an. Er möge unsere Kranken mit seiner Güte und Liebe trösten.
Herr, erbarme dich unserer Kranken.
A: Herr, erbarme dich unserer Kranken.
V: Du bist als Arzt des Leibes und der Seele gekommen und hast unsere Krankheiten geheilt.
A: Herr, erbarme dich unserer Kranken.
V: Als Mann der Schmerzen hast du unsere Mühen auf dich genommen und unsere Schmerzen getragen.
A: Herr, erbarme dich unserer Kranken.
V: Du wolltest in allem unser Schicksal teilen, um uns zu zeigen, wie barmherzig du bist.
A: Herr, erbarme dich unserer Kranken.
V: Du hast den Tod erleiden wollen, um uns vom Tod zu befreien.
A: Herr, erbarme dich unserer Kranken.
V: Deine Mutter unter dem Kreuz hat mit dir gelitten, du hast sie auch uns zur Mutter gegeben.
A: Herr, erbarme dich unserer Kranken.
Jesus, Heiland, komm zu uns. – Jesus, Heiland, leg mir deine Hände auf.
Jesus, Heiland, segne mich. – Jesus, Heiland, mach mich gesund.
oder Fürbitten für einzelne Kranke:
V: Laßt uns beten für unseren kranken Bruder/unsere kranke Schwester und für alle, die ihm/ihr in
seiner/ihrer Krankheit beistehen:
V: Herr, sieh gnädig herab auf deinen Diener N./deine Dienerin N., der/die krank darniederliegt.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
V: Gib dem schwachem Leib neue Kraft.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
V: Nimm von ihm/ihr , was ihn/sie ängstigt und bedrückt.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
V: Sei allen Kranken nahe mit deiner Liebe.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
V: Gib allen Kraft, die Kranke pflegen und ihnen beistehen.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
V: Schenke diesem/dieser Kranken, dem/der wir in deinem Namen die Hände auflegen (das Kreuz auf die Stirn zeichnen), Leben und Heil.
A: Wir bitten dich, erhöre uns.
Fürbitten für ein krankes Kind:
V: Wir wollen miteinander beten für N. Jesus, sei diesem Kind nahe; laß es spüren, daß du bei ihm
bist; zeige ihm deine Liebe: Jesus höre uns.
A: Jesus, erhöre uns.
V: Gib ihm neue Kraft und mache es froh. Jesus, höre uns.
A: Jesus, erhöre uns.
V: Nimm von ihm, was es traurig macht. Jesus, höre uns.
A: Jesus, erhöre uns.
V: Hilf allen Menschen, die krank sind. Jesus, höre uns.
A: Jesus, erhöre uns.
V: Segne dieses Kind, dem wir jetzt in deinem Namen die Hände auflegen (das Kreuz auf die Stirn zeichnen).
Jesus, höre uns. A: Jesus, erhöre uns.
Gebet des Herrn
Laßt uns gemeinsam beten, wie unser Herr Jesus Christus uns zu beten gelehrt hat:
A: Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, dein Reich komme, dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und
führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Segensgebet:
Eines der folgenden Segensgebete kann sich nun anschließen. Während des Gebetes kann der Priester oder Diakon über
mehrere Kranke die Hände ausbreiten oder einzelnen Kranken die Hände auflegen. Ein Laie spricht die Segensgebete mit gefalteten Händen und segnet die Kranken, indem er ihnen nach dem Gebet ein Kreuz auf die Stirn zeicnet.
V: Barmherziger Gott, wir vertrauen auf dich. Aus Güte und Menschenfreundlichkeit hast du deinen Sohn als unseren Erlöser und Heiland in die Welt gesandt. Er hat Kranke geheilt, Notleidende seliggepriesen und denen
Glück und Heil verheißen, die an dich glauben. Deshalb sind wir zuversichtlich.
Wir bitten dich: Segne diesen Kranken N./diese Kranke N. (unseren kranken Vater, unsere kranke Mutter....).
Laß ihn/sie nicht allein. Sei ihm/ihr/ihnen nahe, wenn er/sie mutlos wird/werden.
Stärke in ihm/ihr/ihnen die Hoffnung auf Besserung und Heilung.
Vermehre in ihm/ihr/ihnen den Glauben an dich, bei dem kein Ding unmöglich ist. Bewahre
ihn/sie in deiner Liebe, die sichtbar geworden ist in deinem Sohn Jesus Christus, der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. A: Amen.
Oder:
Barmherziger Gott, dein Sohn hat unsere Schmerzen auf sich genommen und uns den geheimnisvollen Wert des Leidens gezeigt. Wir bitten dich
für unseren kranken Bruder N./kranke Schwester N. und für alle unsere Kranken: Laß sie erkennen, daß sie zu denen gehören, denen das Evangelium Trost verheißt, und daß sie eins sind mit dem, der für das Heil der Welt gelitten hat, unserem
Herrn Jesus Christus, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. A: Amen.
Oder.
Barmherziger Gott, du bist das ewige Heil aller Gläubigen; erhöre unser Gebet für unsere kranken Brüder und Schwestern. Richte sie auf in
deiner Barmherzigkeit, und gib ihnen die Gesundheit wieder, damit sie dir in deiner Gemeinde danken. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. A: Amen.
Oder:
Herr Jesus Christus, du hast dich der Kranken erbarmt und ihnen deine Liebe und Sorge geschenkt. Erbarme dich auch unseres
Bruders/unserer Schwester, der/die schwer krank darniederliegt. Das Gebet des Glaubens richte ihn/sie auf. Verzeih ihm/ihr seine/ihre Sünden und schenke ihm/ihr deine Liebe. Laß ihn/sie geborgen sein im Willen deines Vaters, mit dem du
lebst und herrschst in alle Ewigkeit. A: Amen.
Oder für ein krankes Kind:
Gott der Liebe, du bist immer um uns besorgt, du bist mächtig und kannst uns helfen. Steh uns bei in dieser Not.
Schau her auf dein Kind N., das krank ist. Behüte es in jeder Gefahr und schenke ihm Gesundheit und dein Heil. Darum bitten wir im Namen Jesu, unseres Herrn. Amen.
Schlußsegen:
Wird der Gottesdienst von einem Priester bzw. Diakon geleitet, spricht dieser:
Es segne dich Gott, der Vater. Es heile (rette) dich Gott, der Sohn.
Es erleuchte dich Gott, der Heilige Geist. Und euch alle, die ihr hier versammelt seid, segne der allmächtige Gott: der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Wird der Wortgottesdienst von einem Laien geleitet, spricht dieser:
Jesus, der Herr, der Gutes tat und die Kranken heilte, segne uns, er bewahre uns vor allem Bösen und führe uns
zum ewigen Leben. Amen.
Nach dem Segen können die Kranken der Fürsprache und dem Schutz derGottesmutter empfohlen werden. dazu eignen sich etwa folgende Gebete:
Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, o heilige Gottesgebärerin; verschmähe nicht unser Gebet in unseren Nöten, sondern erlöse uns jederzeit von allen Gefahren, o du glorwürdige und gebenedeite Jungfrau, unsere Frau, unsere Mittlerin, unsere Fürsprecherin. Versöhne uns mit deinem Sohne, empfiehl uns deinem Sohne, stelle uns vor deinem Sohne.
Sei gegrüßt o Königin, Mutter der Barmherzigkeit; unser Leben, unsere Wonne und unsere Hoffnung, sei gegrüßt! Zu dir rufen wir verbannten Kinder Evas; zu dir seufzen wir trauernd und weinend in diesem Tal der Tränen. Wohlan denn, unsere Fürsprecherin, wende deine barmherzigen Augen uns zu, und nach diesem Elend zeige uns Jesus, die gebenedeite Frucht deines Leibes! O gütige, o milde, o süße Jungfrau Maria!
Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus; laß uns darunter sicher stehn, bis alle Stürm´ vorübergehn. Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.
O Mutter der Barmherzigkeit, den Mantel über
uns ausbreit; uns all darunter wohl bewahr zu jeder Zeit in aller G´fahr. Patronin voller Güte, uns allezeit behüte.
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trauer-fundgrube